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Mücken
Mit diesen Plagegeistern, die vor allem im Frühsommer in der Nähe von Gewässern ihren Wirten das Leben zur Hölle machen können, hat sicher schon jeder seine eigenen leidvollen Erfahrungen gemacht. Die weibliche Mücke benötigt vor der Eiablage eine Blutmahlzeit. Männliche Mücken, die meist in Schwärmen auftreten, sind dagegen harmlose Vegetarier, die sich von Blütensäften ernähren. Die Entwicklung der Mückenlarven erfolgt im Wasser, dazu reicht schon die volle Gießkanne auf dem Balkon. Mit Einbruch der Dämmerung wird dann jede freie Stelle eines warmblütigen Körpers als Nahrungsquelle von den Mückenweibchen angeflogen. Bei unseren behaarten Hausgenossen werden der weniger haarige Bauch und die Ohren bevorzugt. Mit ihrem Saugrüssel durchbohrt die Mücke die Haut sowie die Wand eines kleinen Blutgefäßes und injiziert zunächst eine Substanz, die die Blutgerinnung herabsetzt. Dann nimmt sie ihre Mahlzeit zu sich und verschwindet, meist ehe das Opfer es bemerkt hat. Im günstigsten Fall trägt der gestochene nur eine juckende Schwellung davon. Aber aus Mückenstichen können auch ernst zu nehmende Erkrankungen entstehen. Zunächst kann der Organismus auf den Mückenstich an sich oder auf irgendeine Substanz, die am Saugrüssel haftete, allergisch reagieren, so dass sich die Bissstelle entzündet, bis hin zur Blutvergiftung Noch gefährlicher ist es, wenn die Mücke bei ihrer Mahlzeit mit ihrem Speichel Krankheitserreger in das Blut abgibt. Gelbfieber und Malaria sind Erkrankungen, deren Erreger von Mücken übertragen werden. Für Hunde, die mit in den Mittelmeerraum reisen, besteht eine große Gefahr durch Schmetterlingsmücken. Dieser Parasit, auch “Sandflie” genannt, überträgt die für Menschen und Tiere lebensbedrohende Krankheit Leishmaniose. Näheres zu dieser Erkrankung findet sich unter “Einzeller”. Zum Schutz vor Schmetterlingsmücken gibt es Halsbänder, außerdem sollten Hunde nach Einbruch der Dunkelheit möglichst im Haus bleiben. Es ist auf jeden Fall ratsam, im Anschluss an einen Aufenthalt in Gebieten, wo dieser Parasit heimisch ist, nach der Rückkehr eine Blutuntersuchung auf Reisekrankheiten durchführen zu lassen.
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