Bandwürmer sehen aus wie eine Kette aus flachen, reiskorn- bzw. nudelähnlichen Segmenten. Ihr Körper gliedert sich in einen Kopf (Skolex), einen nichtsegmentierten Halsbereich und in sich ständig neu bildende Glieder (Proglottiden). Einige Bandwürmer können sehr lang werden. Sie leben im Dünndarm ihrer Endwirte.
Da Bandwürmer Zwitter sind, enthalten die Glieder sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane. Die einzelnen reifen Bandwurmglieder werden mit den Eiern als Ganzes abgestoßen.

ganzer Bandwurm (Dipylidium caninum)

Allgemeines über Bandwürmer

Bandwurmglieder (Proglottiden)

Man kann die hellen beweglichen Proglottiden von einigen Bandwurmarten auf dem frischen Kot oder im Fell am After oft leicht erkennen Mitunter finden sich Bandwurmglieder auch auf den Liegeplätzen der Tiere. Das so genannte "Schlittenfahren" der Tiere (ausgelöst durch den Juckreiz am After beim Auswandern der Proglottiden) kann darauf hinweisen, dass ein Bandwurmbefall vorliegt.
 Es gibt aber auch einzelne Bandwurmarten, die so klein sind, dass man die Glieder mit dem bloßen Auge nur schwer oder überhaupt nicht erkennen kann. Hier ist der Nachweis unter dem Mikroskop in einer Kotprobe oder durch Blutuntersuchung möglich.       

Für die weitere Entwicklung vom Ei zur Finne (infektionsfähige Larve) benötigt ein Bandwurm einen oder mehrere andere Tiere, so genannte Zwischenwirte (z. B. Floh, Maus, Rind, Schaf, Ziege, Widtiere, aber auch den Menschen).

   Eine Flohlarve frisst Bandwurmeier und            verpuppt sich. In der Flohpuppe ensteht die  >

Hakenlarve,
    die der Endwirt zusammen mit dem Floh aufnimmt

Übertragung durch Mäuse

Die Entwicklung zum geschlechtsreifen Parasiten erfolgt im Endwirt nach Aufnahme infizierter Zwischenwirte. Katzen und Hunde können Endwirte von sehr unterschiedlichen Bandwurmarten sein. Art und Häufigkeit von Bandwurm - Infektionen sind regional sehr unterschiedlich. Wie hoch das Risiko für eine Bandwurminfektion ist, hängt sehr von der Haltung des jeweiligen Tieres ab.
Der Befall mit Bandwürmern ist besonders bei unseren erwachsenen Katzen mit freiem Auslauf häufig, weil diese besonders leicht an einen Zwischenwirt ( Maus oder Floh) geraten können. Auch Jagdhunde, die vom frisch geschossenen Wild den “Aufbruch” bekommen, sind gefährdet, ebenso wie die Tiere, die bei der Schlachtung mit Abfällen gefüttert werden.

Übertragung durch Flöhe

Von besonderer Bedeutung bei Katze und Hund sind die Unten aufgeführten Bandwürmer. Bei Interesse kann der jeweilige Steckbrief als PDF-Datei aufgerufen werden

Dipylidium caninum

Echinococcus multilocularis

Taenien (verschiedene Arten)

Mesocestoides

Besucherzaehler
 

 

Mit einem Mausklick finden Sie hier kleine animierte Filme zur Bandwurmübertragung




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